Muskelfaserriss – Behandlung und Symptome
Muskelfaserriss – Was ist das?
Der Muskelfaserriss ist die nächste Stufe nach der Muskelzerrung [=>evtl. Hyperlink Muskelzerrung] und stellt wie diese grob eine Überdehnung der Muskelfasern dar. Nun ist die Überdehnung aber so extrem, dass meist mehrere Fasern verletzt sind, also , wie der Name schon sagt, reißen. Eine Stufe weiter kann sogar der ganze Muskel reißen.
Was sind die Ursachen für einen Muskelfaserriss?
Wie bei der Muskelzerrung sind auch hier vor allem nicht ausreichendes Aufwärmen und Dehnen, schlechtes Schuhwerk, Sportarten mit häufigen spontanen, unkoordinierten Bewegungen (z.B. Fußball, Tennis…) und grobe Überanstrengung/Übermüdung des Muskels zu nennen. Eventuell wurde auch eine schon vorhandene Muskelzerrung aus falscher Tapferkeit einfach übergangen, der Faserriss kann aber auch ohne diese Vorstufe plötzlich auftreten.
Wie äußert sich ein Muskelfaserriss?
Es tritt ziemlich plötzlich ein messerstichartiger Schmerz im Muskel auf, der die Bewegungsfreiheit stark einschränkt und die weitere Ausführung des Sports unmöglich macht. Je nach Größe des Risses treten zusätzlich Dellen und Blutungen (=>Blauer Fleck) in der verletzten Muskulatur auf. Durch den Riss verlieren die Muskelfasern ihre Grundspannung und hängen dann, wie ein gerissenes Gummiband schlaff an ihrer Verbindung zum restlichen Muskel.
Was mache ich zuerst gegen eine Muskelfaserriss?
Sofort kühlen und einen Arzt aufsuchen! Je nach Schwere der Verletzung könnte eine Operation vonnöten sein, auf jeden Fall sind sie für längere Zeit sporttechnisch außer Gefecht (mindestens 2 Wochen aufwärts).
Wie beuge ich einem Muskelfaserriss vor?
Sie sollten sich stets gewissenhaft und ausführlich auf ihre größeren Sportereignisse vorbereiten. Dabei sollten Sie weder beim Training noch am großen Tag je vergessen, sich sorgfältig aufzuwärmen und zu dehnen. Versuchen Sie nicht, mehr aus sich herauszuholen, als möglich ist, ein schlechterer Platz ist nicht so schlimm wie eine monatelange Ausfallzeit. Achten Sie außerdem auf eine gute Elektrolytversorgung und zu guter Letzt: Sparen Sie auf keinen Fall an der Qualität ihres Schuhwerks!