Blaue Flecken hat jeder von uns schon einmal gesehen, doch wer könnte spontan erklären, wie ein blauer Fleck entsteht? Die Erklärung ist simpel: Den menschlichen Körper durchströmt der sogenannte Blutkreislauf, welcher sich aus unzähligen Blutgefäßen zusammensetzt. Wird eines dieser Blutgefäße durch äußere Gewalteinwirkung nun verletzt, tritt das im verletzten Blutgefäß vorhandene Blut aus und gelangt in unser Körpergewebe oder in eine unserer Körperhöhlen. Es kommt also zu einem sogenannten Blutungsereignis unterhalb der Haut, sprich subkutan. Dieses Blut unter unserer Haut sehen wir dann solange, bis unser Körper die Blutrückstände vollständig abgebaut hat. Sicherlich ist Ihnen der Farbwechsel eines blauen Fleckes beziehungsweise eines Hämatoms bereits aufgefallen. Von rot, über dunkelblau, bis hin zu schwarz oder grün – blaue Flecken wechseln ihre Farbe je nach Heilungsphase. Der für kurze Zeit, nämlich unmittelbar nach der Verletzung des Blutgefäßes, rote Fleck (rot aufgrund des Hämoglobins im Blut) wird schnell dunkelrot-bläulich, was sich mit der Gerinnung des Blutes erklären lässt. Ist ein blauer Fleck bereits braun-schwarz, dunkelgrün oder gelb-bräunlich findet mittlerweile der Abbau der Blutrückstände durch körpereigene Enzyme statt.
Die Verbreitung blauer Flecken lassen sich schnell durch Kälteeinwirkung unterbinden. Kühlen Sie die Stelle, an welcher es zu äußeren Gewalteinwirkungen kam, gemeint sind im Übrigen Stöße oder Schläge, kommt es zu einem Zusammenziehen der Blutgefäße aufgrund der Kälte und damit zu deutlich weniger Blutaustritt. Kälte bewirkt außerdem ein Verringern eventueller Schwellungen.
Auch wenn jeder von uns ab und zu unter blauen Flecken leidet, sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen, wenn Sie unnatürlich oft unter auffällig vielen blauen Flecken leiden, da blaue Flecken auch Symptome verschiedenster Krankheiten, zum Beispiel einzelner Blut- oder Leberkrankheiten, sein können. Vor allem wenn blaue Flecken aus unerklärlichen Gründen auftauchen, sollten Sie dies nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich an einen Arzt wenden.